Die Idee - der faire Kaffee von der Spree

Auch in anderen Städten gibt es bereits fair gehandelte Stadtkaffees – z.B. die „Rheinische Affäre“ oder den „Hamburger Fairmaster“. Hinter den Stadtkaffees steht die Idee, die Verbraucher auf den Fairen Handels aufmerksam zu machen und sie für die Nord-Süd-Problematik zu sensibilisieren.

Zum Entstehungshintergrund:
Nach Erdöl ist Kaffee der wichtigste Exportrohstoff weltweit und bildet vor allem in Ländern des Süden Platz eins unter den Exportgütern. In den Entwicklungsländern leben etwa 125 Mio. Menschen von der Kaffeeernte. Die Lebensbedingungen der Landbevölkerung sind somit direkt vom Weltmarktpreis für Kaffee abhängig. In Deutschland gehört Kaffee zu den meist getrunkenen Getränken. Das Produkt eignet sich somit in geradezu idealer Weise als Einstieg in den Konsum fair gehandelter Produkte. Allerdings macht fair gehandelter Kaffee nur etwa 1% des deutschen Kaffeemarktes aus. Hier wollen die Stadtkaffees ansetzen und zur Stärkung des Fairen Handels beitragen.

 

Das Interesse am Produkt soll durch ein individuelles, einprägsames Design für jeden einzelnen Stadtkaffee verstärkt werden: Logo und Verpackung sind dabei ebenso wie der Name des Kaffees auf die entsprechende Stadt abgestimmt und lassen ihre Konsumenten aus Neugierde und Lokal-Patriotismus zum Zugreifen animieren, auch wenn sie vorher noch nie faire Produkte gekauft haben. So zeigen die Verbraucher durch Identifikationen mit dem Produktnamen ein stärkeres Interesse an der Herkunft „ihres“ Produktes, am Handelsweg und an weiterführenden Informationen. Auf diese Weise geben die Stadtkaffees eine Anregung zum Nachdenken über die Zusammen­hänge zwischen der weltwirtschaftlichen Situation und dem Konsumverhalten jedes Einzelnen.

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